Luftraum Flugplatz Bern

Am 19. März 2026 wird der Luftraum rund um den Flughafen Bern angepasst. Grund dafür ist der neue Südanflug mit einer West- und einer Ostvolte, die sich oberhalb von Fahrni zum Endanflug Richtung Bern vereinigen. Diese Anflüge werden nach GPS-Verfahren gemacht, was bedeutet, dass ein genau definierter Anflugpfad abgeflogen wird. Dieses Verfahren muss durch mehrere neue TMAs vom VFR (Sichtflugregeln) geschützt werden und darf von Hängegleitern nicht beflogen werden, falls diese aktiviert sind.

Die TMA-Sektoren sind als HX konzipiert und können mit einer Vorlaufzeit von 30min aktiviert werden. Aus Sicherheitsgründen muss der Status alle 15min abgefragt werden! Dies ermöglicht das zeitnahe Bewirtschaften dieser TMA-Sektoren je nach Flugaufkommen und Wettersituation durch die Flugverkehrsleitstelle in Bern.

Achtung: Die TMA-Sektoren haben unterschiedliche Untergrenzen (1700m/ 1200m) und die einzelnen TMA-Sektoren sind sehr engmaschig.

Insbesondere die Westvolte tangiert das Fluggebiet stark. Der Anflugpfad folgt der Linie Schloss – Brändlisberg – Gumm – Fahrni.

Wir empfehlen folgendes:

Benutze ein Gerät mit aktualisierter Luftraumanzeige und Warnfunktion und halte einen Sicherheitsabstand horizontal und vertikal ein. Wer am Homberg fliegt, muss die Navigation beherrschen!

Für Hausbergflieger, die einen gemütlichen, stressfreien Thermikflug zwischen Homberg und Thun machen möchten, empfiehlt es sich generell ausserhalb aller TMA-Sektoren zu bleiben, unabhängig von deren Status. Falls die Thermik hochreichend ist, muss man halt die Thermik frühzeitig verlassen oder sich Richtung Südosten neben die TMA begeben.

Für Streckenflieger, die eine Querung zur Stockhornkette oder Richtung Sigriswilergrat planen, kann ein Einflug in eine inaktive TMA hingegen hilfreich sein. Der Status muss allerdings vor dem Einflug und anschliessend alle 15min wieder überprüft werden.

XContest: Kommentar zum Luftraumstatus, falls man in eine inaktive TMA geflogen ist.

Gefahr: Es ist schon vorgekommen, dass es über dem ganzen Talkessel zwischen Thun und Steffisburg grossflächig steigt. Das man in einer solchen Situation ungewollt zu hoch kommt und eine Luftraumverletzung begehen könnte, ist nicht unrealistisch. Deshalb muss man sich für diesen Fall einen Plan B zurechtlegen, wohin man fliegen könnte, um das zu vermeiden. Deshalb fliegt defensiv!

Von Lukas

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